WfbM   St. Josef   Dresden 
- Anerkannte
Werkstatt für behinderte Menschen -


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Neues

Werkstatt St. Josef  -  Neue Schritte auf dem Weg

Die mehrfach direkt vom Hochwasser der Elbe betroffene Werkstatt „St. Josef“ ist im Sommer 2013 mit einem Großteil der Belegschaft in provisorische Produktionsräume auf die Straße des 17. Juni umgezogen. Seither wurden große Anstrengungen unternommen, wieder eine Arbeitsstätte zu schaffen, in welcher eine reibungslose Produktion stattfinden kann und gleichzeitig die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen Berücksichtigung finden. Nach intensiver Planungsarbeit und Beantragung von Finanzmitteln war es am 15.1.2016 soweit. Die Ministerin für Soziales Barbara Klepsch besuchte die Werkstatt um die Fördermittelzusage des Freistaates Sachsen in Höhe von 2,1 Millionen Euro eigenhändig zu überbringen. Ihrem persönlichen Wunsch entsprechend wurde sie vom Produktionsleiter durch die Arbeitsräume der Werkstatt geführt. Sie hatte Gelegenheit zu Gesprächen mit den behinderten Mitarbeitern und zeigte sich sehr interessiert. Ein junger Mann beschreibt den Besuch mit Worten wie „Sie hat sich richtig Zeit genommen für uns und sie ist nett…“ und „Einen Umschlag hat sie mitgebracht mit 87 drin ….“ Die Frage „87- Was?“ konnte er nicht beantworten. Für ihn zählt nur, dass mit dem Besuch der Politikerin nun der lang ersehnte Umbau „seiner Werkstatt“ beginnen kann und dass es irgendwie mit dem Umschlag zusammenhängt. Darüber freut er sich wie viele andere Mitarbeiter auch. Die Baumaßnahmen bedeuten in dem konkreten Fall die komplette Herrichtung eines derzeit entkernten Gebäudeteils auf dem Gelände des Sachsenwerkes Dresden. Dort entstehen bis zum Herbst 2017 freundliche Arbeits- und Sozialräume, Büros, Lager sowie eine Be- und Entladungszone für die Lieferanten der Werkstatt.

Ebenfalls bestand Gelegenheit für die Ministerin, sich den rasch wachsenden Neubau des künftigen Förder- und Betreuungsbereiches auf der Mügelner Straße anzusehen.

Die Betreuten des bislang ebenfalls provisorisch untergebrachten FBB haben inzwischen die neuen Räumlichkeiten beziehen können. Mit dem Einzug in den Neubau wird gleichzeitig die Neuaufnahme von weiteren acht schwerstmehrfach behinderten Menschen ermöglicht.

Das alles sind im 40. Jahr des Bestehens der Werkstatt gute und hoffnungsvolle Schritte auf dem Weg unserer Einrichtung.

 

Nachrichten


Zum Thema Außenarbeitsplätze

Die Werkstatt „St. Josef“ versteht ihre Aufgabe darin, Menschen mit Behinderungen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Ein wichtiger Hauptbestandteil im Leben ist die Arbeit, welche hier unter unserem Dach in den Arbeitsgruppen täglich auf vielfältige Weise stattfindet. Und obwohl dieser geschützte Arbeitsort für viele behinderte Mitarbeiter langfristig der richtige und ein ganz wichtiger Platz im Leben ist, bedeutet dies nicht unbedingtes Verharren an dieser Stelle. Jeder behinderte Mitarbeiter wird gefordert und gefördert, bei seinen Stärken gepackt, motiviert immer wieder nach vorn zu schauen und sein Leben bestmöglich selbst in die Hand zu nehmen. Dieser Blick nach vorn wird für einige ein Blick über die Werkstatt hinaus, den wir mit allen zur Verfügung stehenden Kräften unterstützen. So gibt es mittlerweile einige Praktikumsplätze auf dem freien Arbeitsmarkt. Die unterschiedlichsten Fähigkeiten können in Produktionseinheiten von Metallbaubetrieben, im Büro einer Partei, im Kindergarten, bei Ikea oder auf einem Friedhof weiter trainiert und ausgebaut werden. Ein behinderter Mitarbeiter erledigt zum Beispiel bereits seit 5 Jahren immer umfangreichere Aufgaben auf einem Dresdner Friedhof. Er mäht Rasen, pflegt die Wege und Grünflächen, nimmt den Gehölzschnitt vor und vieles mehr. Also ganz normale und vielfältige Arbeiten wie sie im Garten- und Landschaftsbau regelmäßig anfallen. Wenn die langfristige Arbeitserprobung erfolgreich verläuft und sowohl Mitarbeiter als auch Firma an der weiteren Zusammenarbeit interessiert sind, kann das Praktikumsverhältnis in ein reguläres Arbeitsverhältnis umgewandelt werden. Diesen Prozess unterstützt der IFD-Integrations-Fachdienst. Dieser bietet neben umfangreichen Beratungsangeboten die Möglichkeit zur Schaffung von Anreizen bei der Eingliederung. Bei einem behinderten Mitarbeiter unserer Werkstatt steht dieser Schritt in ein Arbeitsverhältnis des freien Marktes unmittelbar bevor.

Über solche Entwicklungen freuen wir uns. Auch darin sehen wir unsere Arbeit bestätigt und sind motiviert, diese jeden Tag gern zu tun.  


Hochwasser 2013

Das Elbe-Hochwasser hatte vom 03. bis 13. Juni 2013 unsere Hauptwerkstatt in Dresden-Zschieren 
bis zu einer Höhe von 2 Metern wiederum komplett überflutet. 
Dieser Standort der Werkstatt St. Josef wird nicht mehr aufgebaut.

Bis zum Aufbau eines dauerhaften Ersatzstandortes werden Räume im saxona Gewerbepark, Straße des 17. Juni 25 
in den Gebäuden 118,117, und 116, jeweils im 1. OG genutzt.

Am 15.01.2016 wurde durch Staatsministerin Klepsch der Fördermittelbescheid für den Ausbau des neuen Standortes auf der Straße des 17. Juni 25 übergeben.

Spenden

Wenn Sie die Werkstatt St. Josef unterstützen wollen, lesen Sie bitte hier weiter.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an den Werkstattleiter, Herrn Hergesell, am besten per E-Mail: jens.hergesell@agenda-orange.org  oder telefonisch an unsere Verwaltung: 0351 / 204 7697-98.